Geheime Symbolsprache
auf der Karte XXI

Das blau-rote Gewand

Blau bedeckt Rot und zeigt die Aufgabe des Menschen in der Welt: Die drangenden Eigenschaften des Feuers (rot) mit der Gelassenheit des Wassers (blau) zu mildern.

Vergleiche hierzu die Beine des Königs der Münzen, Herrscher des Alltagslebens. Auch hier deckt das blaue Bein das rote.

Hier ein kurzes Video (1 min) zur christlich-hermetischen Tradition, aus der dieses Zusammenspiel der beiden Farben Rot & Blau stammt: https://youtu.be/QkFa2-u4DNE

Siehe auch die Füße des Alchimisten in der Erklärung zum Adler rechts oben auf dem Platz der Luft.

Die X Form

Die x-förmige Bindung des Kranzes oben und unten bezieht sich auf die einst von Heraklit formulierte naturphilosophische Regel, nach der jede Entwicklung an ihrem Extrempunkt wieder in ihr Gegenteil umschlägt.
(Vergleiche das verschungene Yin-Yang Symbol der Taoisten.)
Der alte Terminus hierfür war der Chiasmus (latinisiert von altgriechisch mit einem X geschrieben: χιασμός „kreuzweise, diagonale Anordnung“)

Bezeichnenderweise wechselt in der Renaissance-Anordnung der 22 Tarottrümpfe die fortlaufende Reihe bei der Karte X ihre Richtung und die Abfolge wendet sich zum Ausgangspunkt XXI zurück.

Diese entscheidende Umkehr in der ursprünglichen Tarot-Ordnung entdecken Sie auf der Quiz-Matrix der Vier Elemente

Die Weltseele

Die Weltseele war ein Bild Platons und verweist auf die verborgene Quelle aller Existenz.

Sie bringt die unsichtbare schöpferische Kraft des Makrokosmos in den Zustand einer energetischen Bereitschaft, aus dem die Vier Elemente die sichtbare Welt – den menschlichen Mikrokosmos erschaffen.

Der blau-rote Schleier weist auf die in der Weltseele (noch) vereinigten Kräfte des Feuers und Wassers im Hinterrund der Schöpfung hin.

Siehe hierzu das blau-rote Gewand des geflügelten Menschen links oben.

Der Stab

Der Stab in der linken Hand der Weltseele ist das Symbol des Feuers, der kosmischen Ur-Energie. (In anderen Kulturen genannt Chi, Ki, Prana ...)

Die beiden Pole des Stabes oben und unten zeigen, daß Energie stets aus der Verbindung gegensätzlicher Kräfte entsteht. (wie der elektrische Strom zwischen Plus- und Minus-Pol einer Batterie)

Stäbe tauchen auf zwei weiteren Trumpfkarten in den Händen des Narren und des Gauklers auf.

Hierzu kurze Einführungs-Videos https://youtu.be/F_TnZoqHMMI

Einäugiger Adler mit Heiligenschein

Der Adler auf der Position des Luftelements ist die einzige der fünf Figuren auf Karte XXI, die nur ein Auge hat.

Die charakteristische Eigenschaft der Luft ist es, zu spalten. Sie manifestiert sich in dem Drang des Menschen, zu vergleichen, ständig zu urteilen, zu zweifeln, zu fürchten und zu versuchen, die Kontrolle zu behalten. Mit dem Bild des einen Auges wird die zwanghafte Zweiteilung als überwunden dargestellt.

Vergleichen Sie das Bild des einäugigen Meisters (unten), seine Hände nach oben und zugleich nach unten gerichtet, seine Füße übereinandergeschlagen, er ist ebenfalls einäugig dargestellt als Zeichen für das Ruhen im stillen Zentrum aller Widersprüche.

Es ist diese außergewöhnliche Position, die dem Egel seinen Heiligenschein verleiht, die intime Verbindung zur kosmischen Sphäre, von der aus Informationen ohne Nachdenken, Urteil oder Vorurteil empfangen werden. Das mystische Ideal einer damals verbotenen philosophischen Bewegung.

(Abb. aus Atlanta fugiens von Michael Meier, Naturphilosoph, Alchimist und Leibarzt des Kaisers Rudolf II. 16. Jhd.)

Siehe zum selben Thema das blau-rote Gewand des geflügelten Menschen links oben.

Heiligenschein und Flügel

Der Heiligenschein des Menschen auf dem Platz des Wasser-Elementes  durchbricht den Bildrahmen nach oben.

Es ist das Bild des aufgestiegenen Meisters, der alle zerstörerischen Impulse (Feuer) besänftigt (Wasser), und die quälende Getriebenheit im Dasein der gewöhnlichen Menschen in sich überwunden hat.

Vergleiche die Lehre der absoluten Gewaltlosigkeit von Christus, Buddha und den spirituellen Kampfkünsten.

Die Flügel drücken die erreichte Leichtigkeit des Daseins aus.

Die Phiole

In der rechten Hand hält die Figur einen  Glaskolben (Phiole), wie er in den Laboratorien der Alchimisten zum Mischen von Ingredienzien benutzt worden ist.
Diese Entdeckung machten A. Jodorowsky und Ph. Camoin bei der Analyse von hunderten alten Tarotkarten.
Es ist einer der deutlichen Hinweise auf den alchimistisch-naturphilosophischen Hintergrund der ersten Tarot-Meister.

Hermes, Gott der Wissenschaften, überbringt eine Philole für das alchemistische Experiment.

Ochse ohne Heiligenschein

Dem Ochsen auf dem Platz des Erdelementes fehlt der Heiligenschein.

In den Augen der Naturphilosophen, der Gnosis, wie auch der Buddhisten korrumpiert der Hang zur Materialität die spirituelle Freiheit des Menschen.

Nacktheit

Nacktheit ist auf mehreren Tarotkarten ein Hinweis auf NATÜRLICHKEIT, auf die Verbundenheit mit der schöpferischen und liebendenden Sphäre des Makrokosmos.
Der Mensch opfert seine angeborene Natürlichkeit der Teilnahme am Drama seines Erdenlebens. Sein spirituelles Ziel sollte die Rückkehr zur Natürlichkeit sein. In der Sequenz der 22 Trümpfe zeigten die Tarot-Meister der Renaissance die Schritte auf diesem Weg, auf dem die Seele den Weg in ihre kosmische Heimat wiederfinden kann. (In anderen Kulturen: Die Erlösung aus dem Rad der Wiedergeburten.)

Gekreuzte Beine

Gekreuzte Beine, die ein wenig an das Laufen oder Radfahren erinnern, stehen für ständige Aktivität. In diesem Fall die ständige Verbindung von Gegensätzen, das Hauptziel der hermetischen Kunst ("Wie oben so unten"). 
Verbundene Gegensätze, wie zwischen den Plus- und Minuspolen einer Batterie, erzeugen Energie und eröffnen neue Potentiale.
Gekreuzte Beine erscheinen auf mehreren Karten des Tarotdecks: auf IIII, auf dem König der Münzen - und umgekehrt auf XII als blockierte Bewegung.

Der Kranz

Der Kranz stellt das antike Symbol der  MANDORLA dar. Diese spezielle Form entsteht im Schnittpunkt zweier Kreise.

Die Mandorla war einst ein geheimes Erkennungszeichen der Ur-Christen und beschreibt die Zwischenposition zwischen zwei Welten.

Mittelalterliche Darstellung von Christus im Zentrum der Manorla, umgeben von den Symbolen der vier Elemente.

Zur detaillierten Erklärung des Mandorla-Symbols:
https://tarot-world-project.org/die-mandorla/

Sonne & Mond

Ein viel gebrauchtes alchimistisches Symbol für die Vereinigung der Gegensätze zu einem neuen Ganzen.

Die Sonne steht für die drängenden Eigenschaften der Elemente Feuer und Luft. Der Mond verkörpert die anpassungsbereiten Elemente Wasser und Erde.
Im makrokosmischen Reich ist dieser Gegensatz (wie alle anderen auch) aufgehoben. Das macht den 'paradiesischen' Ur-Zustand der Schöpfung aus.

LE MONDE

Die Karte XXI – die Welt – birgt das naturphilosophische und alchimistische Geheimwissen über die Entstehung unserer Welt aus dem Nichts.

Das blau-rote Gewand

Blau bedeckt Rot und zeigt die Aufgabe des Menschen in der Welt: Die drangenden Eigenschaften des Feuers (rot) mit der Gelassenheit des Wassers (blau) zu mildern.

Vergleiche hierzu die Beine des Königs der Münzen, Herrscher des Alltagslebens. Auch hier deckt das blaue Bein das rote.

Hier ein kurzes Video (1 min) zur christlich-hermetischen Tradition, aus der dieses Zusammenspiel der beiden Farben Rot & Blau stammt: https://youtu.be/QkFa2-u4DNE

Siehe auch die Füße des Alchimisten in der Erklärung zum Adler rechts oben auf dem Platz der Luft.

Die X Form

Die x-förmige Bindung des Kranzes oben und unten bezieht sich auf die einst von Heraklit formulierte naturphilosophische Regel, nach der jede Entwicklung an ihrem Extrempunkt wieder in ihr Gegenteil umschlägt.
(Vergleiche das verschungene Yin-Yang Symbol der Taoisten.)
Der alte Terminus hierfür war der Chiasmus (latinisiert von altgriechisch mit einem X geschrieben: χιασμός „kreuzweise, diagonale Anordnung“)

Bezeichnenderweise wechselt in der Renaissance-Anordnung der 22 Tarottrümpfe die fortlaufende Reihe bei der Karte X ihre Richtung und die Abfolge wendet sich zum Ausgangspunkt XXI zurück.

Diese entscheidende Umkehr in der ursprünglichen Tarot-Ordnung entdecken Sie auf der Quiz-Matrix der Vier Elemente

Die Phiole

In der rechten Hand hält die Figur einen  Glaskolben (Phiole), wie er in den Laboratorien der Alchimisten zum Mischen von Ingredienzien benutzt worden ist.
Diese Entdeckung machten A. Jodorowsky und Ph. Camoin bei der Analyse von hunderten alten Tarotkarten.
Es ist einer der deutlichen Hinweise auf den alchimistisch-naturphilosophischen Hintergrund der ersten Tarot-Meister.

Hermes, Gott der Wissenschaften, überbringt eine Philole für das alchemistische Experiment.

Ochse ohne Heiligenschein

Dem Ochsen auf dem Platz des Erdelementes fehlt der Heiligenschein.

In den Augen der Naturphilosophen, der Gnosis, wie auch der Buddhisten korrumpiert der Hang zur Materialität die spirituelle Freiheit des Menschen.

Nacktheit

Nacktheit ist auf mehreren Tarotkarten ein Hinweis auf NATÜRLICHKEIT, auf die Verbundenheit mit der schöpferischen und liebendenden Sphäre des Makrokosmos.
Der Mensch opfert seine angeborene Natürlichkeit der Teilnahme am Drama seines Erdenlebens. Sein spirituelles Ziel sollte die Rückkehr zur Natürlichkeit sein. In der Sequenz der 22 Trümpfe zeigten die Tarot-Meister der Renaissance die Schritte auf diesem Weg, auf dem die Seele den Weg in ihre kosmische Heimat wiederfinden kann. (In anderen Kulturen: Die Erlösung aus dem Rad der Wiedergeburten.)

Gekreuzte Beine

Gekreuzte Beine, die ein wenig an das Laufen oder Radfahren erinnern, stehen für ständige Aktivität. In diesem Fall die ständige Verbindung von Gegensätzen, das Hauptziel der hermetischen Kunst ("Wie oben so unten"). 
Verbundene Gegensätze, wie zwischen den Plus- und Minuspolen einer Batterie, erzeugen Energie und eröffnen neue Potentiale.
Gekreuzte Beine erscheinen auf mehreren Karten des Tarotdecks: auf IIII, auf dem König der Münzen - und umgekehrt auf XII als blockierte Bewegung.

Sonne & Mond

Ein viel gebrauchtes alchimistisches Symbol für die Vereinigung der Gegensätze zu einem neuen Ganzen.

Die Sonne steht für die drängenden Eigenschaften der Elemente Feuer und Luft. Der Mond verkörpert die anpassungsbereiten Elemente Wasser und Erde.
Im makrokosmischen Reich ist dieser Gegensatz (wie alle anderen auch) aufgehoben. Das macht den 'paradiesischen' Ur-Zustand der Schöpfung aus.

LE MONDE

Die Karte XXI – die Welt – birgt das naturphilosophische und alchimistische Geheimwissen über die Entstehung unserer Welt aus dem Nichts.

Heiligenschein und Flügel

Der Heiligenschein des Menschen auf dem Platz des Wasser-Elementes  durchbricht den Bildrahmen nach oben.

Es ist das Bild des aufgestiegenen Meisters, der alle zerstörerischen Impulse (Feuer) besänftigt (Wasser), und die quälende Getriebenheit im Dasein der gewöhnlichen Menschen in sich überwunden hat.

Vergleiche die Lehre der absoluten Gewaltlosigkeit von Christus, Buddha und den spirituellen Kampfkünsten.

Die Flügel drücken die erreichte Leichtigkeit des Daseins aus.

Einäugiger Adler mit Heiligenschein

Der Adler auf der Position des Luftelements ist die einzige der fünf Figuren auf Karte XXI, die nur ein Auge hat.

Die charakteristische Eigenschaft der Luft ist es, zu spalten. Sie manifestiert sich in dem Drang des Menschen, zu vergleichen, ständig zu urteilen, zu zweifeln, zu fürchten und zu versuchen, die Kontrolle zu behalten. Mit dem Bild des einen Auges wird die zwanghafte Zweiteilung als überwunden dargestellt.

Vergleichen Sie das Bild des einäugigen Meisters (unten), seine Hände nach oben und zugleich nach unten gerichtet, seine Füße übereinandergeschlagen, er ist ebenfalls einäugig dargestellt als Zeichen für das Ruhen im stillen Zentrum aller Widersprüche.

Es ist diese außergewöhnliche Position, die dem Egel seinen Heiligenschein verleiht, die intime Verbindung zur kosmischen Sphäre, von der aus Informationen ohne Nachdenken, Urteil oder Vorurteil empfangen werden. Das mystische Ideal einer damals verbotenen philosophischen Bewegung.

(Abb. aus Atlanta fugiens von Michael Meier, Naturphilosoph, Alchimist und Leibarzt des Kaisers Rudolf II. 16. Jhd.)

Siehe zum selben Thema das blau-rote Gewand des geflügelten Menschen links oben.

Die Weltseele

Die Weltseele war ein Bild Platons und verweist auf die verborgene Quelle aller Existenz.

Sie bringt die unsichtbare schöpferische Kraft des Makrokosmos in den Zustand einer energetischen Bereitschaft, aus dem die Vier Elemente die sichtbare Welt – den menschlichen Mikrokosmos erschaffen.

Der blau-rote Schleier weist auf die in der Weltseele (noch) vereinigten Kräfte des Feuers und Wassers im Hinterrund der Schöpfung hin.

Siehe hierzu das blau-rote Gewand des geflügelten Menschen links oben.

Der Stab

Der Stab in der linken Hand der Weltseele ist das Symbol des Feuers, der kosmischen Ur-Energie. (In anderen Kulturen genannt Chi, Ki, Prana ...)

Die beiden Pole des Stabes oben und unten zeigen, daß Energie stets aus der Verbindung gegensätzlicher Kräfte entsteht. (wie der elektrische Strom zwischen Plus- und Minus-Pol einer Batterie)

Stäbe tauchen auf zwei weiteren Trumpfkarten in den Händen des Narren und des Gauklers auf.

Hierzu kurze Einführungs-Videos https://youtu.be/F_TnZoqHMMI

Der Kranz

Der Kranz stellt das antike Symbol der  MANDORLA dar. Diese spezielle Form entsteht im Schnittpunkt zweier Kreise.

Die Mandorla war einst ein geheimes Erkennungszeichen der Ur-Christen und beschreibt die Zwischenposition zwischen zwei Welten.

Mittelalterliche Darstellung von Christus im Zentrum der Manorla, umgeben von den Symbolen der vier Elemente.

Zur detaillierten Erklärung des Mandorla-Symbols:
https://tarot-world-project.org/die-mandorla/